Brief aus Schweden via Hamburg nach New York (1853)

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Dieser Brief, der am 20.12.1853 in Stockholm aufgegeben wurde, lief über Hamburg und die Prussian Closed Mail nach New York und war bis zum Empfänger voll vorausbezahlt (siehe das PAID im roten Stempel von New York). Interessant ist die Adressierung des Briefes: Das Bethel Ship war eine schwimmende Kapelle im Hafen von New York, die sich um die dort ankommenden Auswanderer aus Schweden kümmerte. Zu diesem Schiff und den "Machern" dahinter gibt es zahlreiche Texte und Literatur, und dies kann im Internet recherchiert werden.

 

Brief von Schwäbisch-Gmünd nach München (1800)

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Dieser Brief mit dem Einzeiler SCHW:GMÜND in Kursivschrift ist nach München adressiert und zeigt oben rechts ein Rötelgitter, mit dem zu dieser Zeit Einschreibbriefe gekennzeichnet wurden. Der Empfänger ist Maximilian Emanuel Graf von Rechberg und Rothenlöwen, der damalige Bayerische Obersthofmeister. Die Rechberg sind ein altes schwäbisches Adelsgeschlecht, dessen Stammsitz die Burg Hohenrechberg bei Schwäbisch-Gmünd war. (Quelle: wikipedia; Abbildung: Rauhut & Kruschel Auktion)

 

Ein Brief aus Regensburg von 1787 "in Postangelegenheiten"

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Dieser in Regensburg im November 1787 aufgegebene Brief mit dem ersten L1 vREGENSBURG mag auf den ersten Blick nicht viel Aufmerksamkeit erregen. Allerdings ist die Adressierung an "Monsieur le Baron de Münchhausen, Maitre des Postes Imperiales" in Braunschweig, ziemlich ausgefallen. Und da der Absender der Generalerbpostmeister Carl Anselm Fürst von Thurn und Taxis war und es somit in diesem Brief wohl um Postangelegenheiten ging, kann man hier von einem kleinen postgeschichtlichen Juwel sprechen. (Quelle der Abbildung: Harlos Auktion)

Postvorschuss-Anweisung von Hamburg (1871)

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Dieses Formular für eine Postvorschuss-Anweisung war anscheinend 1871 im Oberpostamt Hamburg für die Verwendung vorbereitet worden, wurde dann aber nicht benutzt. Und hat wohl nur deshalb "überlebt", weil sicherlich alle verwendeten Exemplare vernichtet bzw. entsorgt wurden. Die beiden Abschläge des Langstempels HAMBURG stammen u.U. vom Fahrpoststempel aus dem früheren Hannoverschen Oberpostamt, das 1866 aufgelöst worden war. Das Postvorschusswesen beinhaltet derartige Postformulare, aber von deren Existenz zu wissen ist die erste Herausforderung. Und dann auch noch originale Belegstücke zu beschaffen ist womöglich die noch größere. (Quelle der Abbildung:   Dr. Derichs Auktion; rechts etwas verkürzt)