Auslagen-Brief von Löffingen nach München von 1848

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Um bei Briefen zwischen verschiedenen Postgebieten unbezahlte Gebühren verbuchen und abrechnen zu können, wurde das Auslageverfahren angewendet. Im vorliegenden Fall lief der Einschreibbrief von Löffingen (Baden) über Augsburg, und dort wurde eine Belastung von 12 Kreuzern "in Auslage genommen" (siehe schwacher Abschlag des roten Auslagestempels). Die Beschäftigung mit dem Auslageverfahren kann zur "Lebensaufgabe" werden, selbst wenn man sich auf ein einziges Postgebiet beschränkt.

Ein Postvereins-Markenbrief von 1853

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Dieser Brief von Nürnberg nach Hamburg vom 2. Februar 1853 ist schon wegen des Dreierstreifens der 3 Kreuzer (Sem 2 III, Platte 3) ein Blickfang. Und einen so frühen Markenbrief nach Hamburg sieht man auch nicht alle Tage. Eine schöne Darstellung des Postvereinsportos von 9 Kreuzern für den einfachen Brief über 20 Meilen.

Brief mit "Auslage von Duderstadt" von 1803

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Dieser Brief von Berlin nach Regensburg ist nicht nur ein sehr frühes Datum für den L1 "AvD" (Auslage von Duderstadt), sondern auch der einzige bisher registrierte nach Regensburg via Duderstadt. Die Benutzung dieser Beförderungsroute basiert auf dem Postvertrag Preußen - Thurn und Taxis von 1803.

Brief von Kitzingen nach Glückstadt (ca. 1811)

2019 10

Dieser Brief (leider nur eine Vorderseite) lief via Mühlhausen (siehe L1 saxe p:m:) und Hamburg nach Glückstadt (dänisch). Der Freimachungsvermerk (links unten) wurde von "Hamburg" in "Mühlhausen" geändert, und die große rote "63" könnte das Empfängerporto in Skilling sein. Ein "Rätsel" ist das "Nota Bene" Zeichen (oben mittig), denn die Aufgabe als Einschreiben ist nicht in der sonst in Bayern üblichen Weise vermerkt. Vorschläge zur weiteren Erklärung des Beleges sind willkommen!

LV Aktuell

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Januar 2020