Das "Notabene" als Kennzeichnung von Einschreibbriefen

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Im Zuge der Einführung des postalischen Einschreibverfahrens im 18. Jahrhundert wurde in mehreren deutschen Staaten das "Notabene" (übersetzt z.B. "wohlgemerkt") handschriftlich auf der Briefvorderseite vermerkt, meist abgekürzt "NB" und oft in roter Farbe. Im Laufe der Zeit wurde der Vermerk in vielen Fällen durch entsprechende Stempel (z.B. "Recommandirt" oder "Chargé") ersetzt. In Hannover geschah dies im März 1853, und der hier gezeigte Brief aus 1852 hat noch die "NB"-Kennzeichnung. 

 

Der Einkreisstempel MÜNCHEN=STADT

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Der alles andere als häufige Stempel ist hier auf einem Brief aus 1871 zu sehen, der vom bischöflichen Ordinariat München-Freising an das Stadtpfarramt Giesing gerichtet ist. Mit ihm wurde eine Nachnahme von 1 Gulden 3 Kreuzer erhoben.

 

Die DM-Zeit der ehemaligen DDR

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Am 2.7.1990 erschien die letzte Freimarkenausgabe der ehemaligen DDR, und sie bietet vielfältige Möglichkeiten der Bearbeitung. Der hier gezeigte Brief (links verkürzt), der am 10.12.1990 im sächsischen Bad Lausick aufgegeben wurde und nach Bad Waldsee in Baden-Württemberg adressiert ist, dokumentiert die Eilzustellung, für die - zusätzlich zur Briefgebühr von 50 Pfennig - 200 Pfennig zu bezahlen waren.

 

 

Auslagen-Brief von Löffingen nach München von 1848

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Um bei Briefen zwischen verschiedenen Postgebieten unbezahlte Gebühren verbuchen und abrechnen zu können, wurde das Auslageverfahren angewendet. Im vorliegenden Fall lief der Einschreibbrief von Löffingen (Baden) über Augsburg, und dort wurde eine Belastung von 12 Kreuzern "in Auslage genommen" (siehe schwacher Abschlag des roten Auslagestempels). Die Beschäftigung mit dem Auslageverfahren kann zur "Lebensaufgabe" werden, selbst wenn man sich auf ein einziges Postgebiet beschränkt.