Deutsche Luftpost nach 1945 - die "JEIA"-Periode

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In der Deutschen Luftpost nach 1945 spielt die "JEIA"-Periode (Joint Export-Import Agency) bei der Wiederaufnahme des Auslandsluftpostverkehrs eine wichtige Rolle. Gegen Zahlung in Devisen konnten Berechtigte ab 1.5.1948 Luftpostbriefe ins Ausland aufgeben, und diese Briefe wurden mit dem sogenannten "JEIA"-Aufkleber versehen. Der hier gezeigte Brief vom 19.5.48 gehört zur 1. "JEIA"-Portoperiode und hat die eher nicht so häufige Destination Argentinien. Die Frankierung von 1,50 Mark entsprach der Gebühr für einen Brief bis 10g. Dieses interessante Kapitel bietet viel "Stoff" für ein intensives Studium sowie die Möglichkeit, eine facettenreiche Belegsammlung anzulegen.

"Bischofsbrief" von Trostberg (Stein) nach München

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Dieser sogenannte "Bischofsbrief" wurde vom Pfarramt in Trostberg bei der zuständigen Postanstalt Stein aufgegeben und ist an Lothar Anselm, Erzbischof von München und Freising, adressiert. Das Jahr ist nicht feststellbar, lediglich der Zeitraum lässt sich aufgrund der Amtszeit von Lothar Anselm (1821-1846) und der Stempelverwendung (ab 1834 laut Feuser) eingrenzen. "Bischofsbriefe" sind innerhalb des Sammelgebietes Bayern ein feststehender Begriff, wobei die Bezeichnung missverständlich ist, denn es handelt sich nicht um Briefe, die von den Bischöfen geschrieben wurden, sondern um solche, die an sie gerichtet sind. Die allermeisten haben keinen Briefinhalt.

Franko oder Teilfranko?

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Diese Frage ist manchmal die entscheidende, wenn es um Belegerklärungen geht. Im gezeigten Fall wurde der mit 9 Kreuzern markenfrankierte Brief am 28. Juli 1862 in München aufgegeben mit Adressierung nach Cuxhaven (an der südlichen Elbmündung im heutigen Niedersachsen gelegen). Dort bzw. in Ritzebüttel befand sich eine Außenstelle der Hamburger Stadtpost, die auch Dienste für die Hannoversche Post wahrnahm. Der Brief lief über die Hamburger Stadtpost und wurde ohne Nachporto zugestellt. Somit ist dies eine Postvereinsfrankatur (über 20 Meilen). Und der Beleg ein Frankobrief.

Ganzsachen sammeln?

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Ganzsachen haben es heute schwer, sich innerhalb eines Sammelgebietes zu behaupten, und das kann man z.B. bei den Altdeutschen Staaten feststellen. Markenbelege haben gegenüber Ganzsachen meistens eine viel höhere Wertschätzung. Dabei bieten Ganzsachen viele Möglichkeiten, eine Sammlung anzulegen. Bei Finnland fallen u.a. einige ungewöhnliche Verwendungszwecke auf, und die hier gezeigte Rückscheinkarte (Ausgabe 1878/80) ist ein Beispiel. Sie lief 1892 von Lempois (Lembois) nach Helsingfors und ist mit beiden Ortsstempeln versehen.

LV Aktuell

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März 2021