Hamburger Ortsbrief vom 31.12.1867 als "Neujahrsbrief"

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Diese Ganzsache wurde am 31.12.1867 als Ortsbrief nach St. Georg in einen der Briefkästen der Stadtpost eingeworfen. Sie befand sich in der ersten Leerung am 1.1.1868 und wurde entsprechend gestempelt. Hamburg hatte am 31.12.1867 die postalische Eigenständigkeit verloren und war jetzt im Norddeutschen Postbezirk aufgegangen. Ein derartiger Hamburger "Letzttagsbrief" ist nicht alltäglich. "Neujahrsbriefe" sind generell beachtenswert, wobei die philatelistische Wertigkeit vor allem dann gesteigert wird, wenn damit Ereignisse wie der Start einer neuen Markenausgabe einhergehen.  

Ein Weihnachtspaket in schwierigen Zeiten

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Begleitbrief für ein Paket (= Vorläufer der Paketkarte); aufgegeben von einem Soldaten am Heiligen Abend in Münchenbernsdorf und am 25.12.1870 einem Soldaten in Weimar zugestellt. Handschriftliche Vermerke „Feldpostbrief“ und „Soldatenbrief eigene Angelegenheit des Empfängers“. Im philatelistischen Sinn übrigens keine eigentliche Feldpostsache, da Sendung „Heimat-Heimat“ und die eigenständige Institution Feldpost nirgendwo tangiert war.

 

Overland Mail Bagdad-Haifa - ein Brief aus 1933

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Der hier gezeigte Brief von Teheran (Persien) nach Jeddah (Saudi Arabien) dokumentiert die Beförderung auf der Overland Route (Abbildung aus dem Katalog der 43. Gärtner Auktion). Zu diesem interessanten Thema gab es im Oktober im Münchener Briefmarken Club eine Auflage von Rainer Fuchs. Im Internet auf "youtube" kann man sich einige Videos von Ron Pichler anschauen, der anhand von Belegen Aspekte wie die Gebühren, Stempel und Label erklärt.

Klassisches Bayern - die frankierten Telegramm-Umschläge als "Hingucker"

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Mit Marken der Quadratausgaben frankierte Telegrammumschläge gehören zu den schönsten klassischen Belegen von Bayern – wie dieser hier aus der Sammlung von Maria Brettl (Abbildung aus dem Katalog zur 69. Deider Auktion). Die Versteigerung ihrer Bayern Sammlung gibt den Anstoß, sich an eine ganz besondere Ära der Münchner Philatelie-Szene zu erinnern. In der es das gemeinschaftliche Prüfer-Büro von Franz Pfenninger, Johann Ulrich Schmitt, Maria Brettl und Gertraud Lange gab. Es gibt viele „Geschichten“ aus dieser Zeit, aber nach und nach werden sie immer mehr zurücktreten hinter der nüchternen Provenienz-Bezeichnung „ex Brettl“.