Klassisches Bayern - die frankierten Telegramm-Umschläge als "Hingucker"

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Mit Marken der Quadratausgaben frankierte Telegrammumschläge gehören zu den schönsten klassischen Belegen von Bayern – wie dieser hier aus der Sammlung von Maria Brettl (Abbildung aus dem Katalog zur 69. Deider Auktion). Die Versteigerung ihrer Bayern Sammlung gibt den Anstoß, sich an eine ganz besondere Ära der Münchner Philatelie-Szene zu erinnern. In der es das gemeinschaftliche Prüfer-Büro von Franz Pfenninger, Johann Ulrich Schmitt, Maria Brettl und Gertraud Lange gab. Es gibt viele „Geschichten“ aus dieser Zeit, aber nach und nach werden sie immer mehr zurücktreten hinter der nüchternen Provenienz-Bezeichnung „ex Brettl“.

 Noch ein Stempel mit unterbrochenem Rahmen

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 Wer sich beim Anblick des August-Beleges gefragt hat, ob es wohl weitere Stempel mit einem derartig unterbrochenen Rahmen gibt, dem wird der hier gezeigte helfen. Auch bei diesem Einkreisstempel GÖTEBORG auf einem Brief aus 1873 wurden die Punkte des Ö in den Rahmen integriert. Ob dies mehr als ein Kuriosum ist, kann jeder für sich selber entscheiden. Und vielleicht auf die Suche nach weiteren derartigen Stempel gehen. Uns fehlt bei den Umlauten noch das Ä...

Ein ungewöhnlicher Stempel

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Dieser Amtsbrief von Weilheim nach Herrieden aus den späten 1860er Jahren ist insofern ganz interessant, als er mit den vorder- und rückseitigen Stempeln den Postweg über München und Ansbach dokumentiert. Ungewöhnlich ist der Einkreisstempel MÜNCHEN BAHNHOF, denn für die Punkte des Ü in MÜNCHEN wurde der Stempelrahmen unterbrochen. Um Briefvorder- und rückseite zeigen zu können, wurde die Briefvorderseite verkleinert oben links eingefügt.

Ansichtskarte zum Seebäderdienst zwischen Hamburg und Helgoland

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Diese Ansichtskarte, die die Elbe von der Mündung bis Hamburg zeigt, steht im Zusammenhang mit dem sogenannten Seebäderdienst zwischen Hamburg und Helgoland. Die Karte wurde im Jahr 1900 auf der Fahrt von Helgoland mit dem Salonschnelldampfer Cobra geschrieben und in Hamburg aufgegeben. Die Route der Seebäderschiffe ist in rot eingezeichnet. In der Zeit um bzw. kurz nach 1900 lässt sich dieser Seebäderdienst mit zahlreichen Karten dokumentieren, die die verschiedenen Schiffe zeigen. Während derartige Ansichtskarten relativ häufig angeboten werden, sieht man die hier gezeigte Karte der Elbe eher selten.